Die günstigste Zeile auf Deiner SharePoint-Rechnung ist oft die Lizenz. Teuer wird es an Stellen, die in keiner Preistabelle von Microsoft stehen: bei der Ordnerstruktur, die niemand plant, bei der Migration, die „nebenbei“ laufen sollte, und bei Mitarbeitenden, die nach ein paar Monaten wieder alles auf dem Fileserver ablegen.
Wenn Du gerade die SharePoint Kosten für Dein Unternehmen einschätzen willst, kennst Du das Problem: Pauschale Preisangaben aus dem Netz passen fast nie auf Deine Situation. Ob ein SharePoint-Projekt schlank oder aufwendig wird, entscheidet sich an ganz konkreten Faktoren: wie viele Menschen damit arbeiten, wie Deine Daten heute aussehen, wie viel Individualisierung Du brauchst und wie viel Dein Team selbst übernimmt.
In diesem Artikel zeigen wir Dir deshalb keine Preisliste, sondern alle Kostenblöcke, die bei SharePoint Online anfallen, und vor allem, wovon sie abhängen: Lizenzen, Speicher, Einrichtung, Migration, Entwicklung, laufende Betreuung und die versteckten Posten. So kannst Du Dein Projekt realistisch einordnen und gezielt an den richtigen Stellschrauben drehen. Wenn Du direkt sehen willst, wie wir SharePoint-Projekte angehen, findest Du alles Wichtige auf unserer Seite zur SharePoint-Entwicklung.
SharePoint Kosten im Überblick: die Kostenblöcke
Bevor wir ins Detail gehen, hilft ein Blick auf das Gesamtbild. Die Kosten für SharePoint setzen sich aus einmaligen und laufenden Posten zusammen:
| Kostenblock | Art | Wichtigste Kostentreiber |
|---|---|---|
| Lizenzen | laufend, pro Nutzer | Lizenzmodell, Anzahl Nutzer, Laufzeit, vorhandene Microsoft-365-Pläne |
| Zusatzspeicher | laufend, nach Bedarf | Datenmenge, Dateitypen, Anzahl Lizenzen |
| Einrichtung und Konzeption | einmalig | Anzahl Bereiche, Berechtigungen, Intranet ja oder nein |
| Migration | einmalig | Datenmenge, Datenqualität, Quellsystem |
| Entwicklung und Erweiterung | einmalig, teils laufend | Standard, fertige Webparts oder individuelle Lösung |
| Betreuung, Schulung, Governance | laufend | interne Ressourcen, Änderungsbedarf |
Die Erfahrung zeigt: Bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) machen die Lizenzen oft den kleineren Teil der Gesamtkosten im ersten Jahr aus. Der größere Teil steckt in Konzeption, Migration und Akzeptanz. Wer nur auf die Lizenz schaut, plant am eigentlichen Budget vorbei.
SharePoint Lizenz: welche Modelle es gibt
SharePoint Online bekommst Du auf zwei Wegen: als eigenständige Lizenz oder als Teil eines Microsoft-365-Pakets. Für die meisten KMU ist die zweite Variante relevant, weil SharePoint dann ohnehin schon bezahlt ist.
SharePoint Online Plan 1 als Einzellizenz
SharePoint Online Plan 1 ist die reine SharePoint-Lizenz ohne Office-Apps, ohne Exchange-Postfach und ohne Teams. Sie lohnt sich vor allem dann, wenn einzelne Nutzergruppen nur auf Intranet und Dokumente zugreifen sollen, etwa Mitarbeitende in der Produktion oder externe Partner mit festem Account. Plan 2 erweitert das um zusätzliche Compliance-Funktionen, spielt für KMU in der Praxis aber selten eine Rolle.
SharePoint als Teil von Microsoft 365 Business
In den Paketen Microsoft 365 Business Basic, Business Standard und Business Premium ist SharePoint Online bereits enthalten. Die Unterschiede liegen woanders:
- Business Basic: SharePoint, Teams, Exchange und die Office-Apps im Browser. Für viele Büroarbeitsplätze ausreichend.
- Business Standard: zusätzlich die Desktop-Versionen von Word, Excel, PowerPoint und Outlook.
- Business Premium: zusätzlich erweiterte Sicherheitsfunktionen wie Geräteverwaltung und Schutz vor Bedrohungen. Für Unternehmen mit NIS2-Pflichten oder sensiblen Daten oft die sinnvollere Wahl.
Die Business-Pläne sind laut Microsoft für Organisationen mit bis zu 300 Nutzern konzipiert. Darüber hinaus brauchst Du Enterprise-Pläne.
Wovon die Lizenzkosten abhängen
Microsoft passt die Listenpreise regelmäßig an. Deshalb lohnt sich der Blick auf die Faktoren, die Deine Lizenzkosten tatsächlich bestimmen:
- Anzahl der Nutzer: Lizenziert wird pro Person. Prüfe, wer SharePoint wirklich braucht und wer mit einem schlankeren Plan auskommt.
- Gewählter Plan: Ob Basic, Standard oder Premium, entscheidet sich an Office-Desktop-Apps und Sicherheitsfunktionen, nicht an SharePoint selbst.
- Laufzeit und Zahlungsweise: Monatlich kündbare Verträge sind teurer als eine Jahresbindung.
- Bezugsweg: direkt bei Microsoft oder über einen Partner, der Lizenzen gleich mitverwaltet.
- Mischlizenzierung: Nicht jede Person braucht denselben Plan. Produktionsmitarbeitende mit reinem Lesezugriff lassen sich oft schlanker lizenzieren als das Büro.
Den aktuellen Stand prüfst Du am besten direkt im Microsoft 365 Admin Center oder auf der offiziellen Microsoft-Seite.
Der wichtigste Punkt für Deine Planung: Hast Du bereits Microsoft 365 Business im Einsatz, brauchst Du für SharePoint keine zusätzliche Lizenz. Du nutzt nur noch nicht, was Du längst bezahlst.
Du hast Microsoft 365, aber SharePoint liegt brach? Genau da setzen wir an. Sprich mit uns in einem unverbindlichen Erstgespräch, dann wissen wir gemeinsam, welcher Aufwand in Deinem Fall realistisch ist.
Speicher: wann Zusatzkosten entstehen
Bei SharePoint Online kaufst Du keinen Speicher pro Nutzer, sondern bekommst ein gemeinsames Kontingent für die ganze Organisation. Laut den offiziellen SharePoint-Beschränkungen von Microsoft gilt für die Business-Pläne und SharePoint Plan 1: 1 TB Grundspeicher plus 10 GB pro erworbener Lizenz. Das persönliche OneDrive der Mitarbeitenden zählt nicht dazu.
Für reine Office-Dokumente reicht dieses Kontingent bei vielen KMU lange. Eng wird es bei:
- großen Bild- und Videoarchiven
- CAD-Dateien und Plänen
- gescannten Akten in hoher Auflösung
- einer Migration, bei der alte Versionen und Dubletten ungefiltert mitwandern
- einer großzügigen Versionierung, bei der jede Dateiänderung dauerhaft gespeichert bleibt
Reicht der Speicher nicht, bietet Microsoft verschiedene Wege an, etwa das Add-on „Office 365 Extra File Storage“ oder eine nutzungsbasierte Abrechnung, die sich seit 2026 in der Vorschauphase befindet. Die Details findest Du in der Microsoft-Anleitung zum Erweitern des SharePoint-Speichers. Unser Rat aus der Praxis: Räum vor der Migration auf. Jedes Gigabyte, das Du nicht mitnimmst, verursacht später keine Kosten.
Kosten für die Einrichtung von SharePoint
Hier entscheidet sich, ob SharePoint in Deinem Unternehmen funktioniert oder ob es zur teuren Ablage wird, die niemand mag. Die Einrichtung umfasst mehr als „ein paar Websites anlegen“.
Was zur Einrichtung gehört
- Informationsarchitektur: Welche Bereiche, Teams und Hub-Websites braucht Ihr? Wie hängen sie zusammen?
- Berechtigungskonzept: Wer darf was sehen und bearbeiten? Das ist der Teil, der später am meisten Ärger macht, wenn er fehlt.
- Bibliotheken und Metadaten: Ablagestruktur, Spalten, Ansichten und Versionierung. Details dazu findest Du in unserem Beitrag zum SharePoint Dokumentenmanagement.
- Intranet-Startseite: Wie ein Intranet mit SharePoint aufgebaut ist, entscheidet über den Aufwand. Typisch sind News, Ansprechpartner, Quicklinks, Termine.
- Datenschutz und Sicherheit: Freigabe-Einstellungen, externe Gäste, Aufbewahrungsrichtlinien. Mehr dazu, wie Du dabei DSGVO-konform bleibst, liest Du in unserem Beitrag zum DSGVO-konformen Digitalisieren im Mittelstand.
Kostentreiber bei der Einrichtung
Wie viel Aufwand in die Einrichtung fließt, hängt vor allem von diesen Faktoren ab:
| Kostentreiber | Weniger Aufwand | Mehr Aufwand |
|---|---|---|
| Anzahl Nutzer und Abteilungen | wenige Teams mit ähnlichen Aufgaben | viele Abteilungen, Standorte und Rollen |
| Umfang | reine Dokumentenablage | Intranet mit mehreren Hubs und Freigabeprozessen |
| Berechtigungen | wenige, klar getrennte Bereiche | fein abgestufte Rechte, externe Gäste, sensible Daten |
| Ist-Zustand | klare Strukturen, bereits Microsoft 365 im Einsatz | gewachsener Fileserver, mehrere Ablageorte |
| Individualisierung | Standardlayouts und -funktionen | eigenes Design, Sonderlogik, Schnittstellen |
| Entscheidungswege | eine verantwortliche Person mit Mandat | viele Beteiligte, lange Abstimmungsrunden |
Der letzte Punkt wird am häufigsten unterschätzt. Ein SharePoint-Projekt wird selten durch Technik teuer, sondern durch offene Fragen, die niemand entscheidet. Je klarer Ziel, Umfang und Verantwortliche vor dem Start feststehen, desto schlanker bleibt die Einrichtung.
Beispiel aus der Praxis: Hausverwaltung
Eine mittelständische Hausverwaltung betreute zahlreiche Wohneinheiten. Akten, Protokolle der Eigentümerversammlungen und Handwerkerrechnungen lagen verteilt auf einem alten Fileserver, in E-Mail-Postfächern und teilweise auf Papier. Microsoft 365 war schon länger lizenziert, SharePoint aber ungenutzt. Statt neue Software zu kaufen, entstand eine Struktur pro Objekt: eine Bibliothek je Liegenschaft, Metadaten für Dokumententyp und Jahr, klare Berechtigungen für Buchhaltung und Objektbetreuung. Zusätzliche Lizenzen waren nicht nötig. Der Aufwand blieb überschaubar, weil der Umfang klar begrenzt war und die Geschäftsführung schnell entschied. Die Objektbetreuung findet Unterlagen zu Eigentümeranfragen seitdem deutlich schneller, weil die Suche über Metadaten statt über Ordnerpfade läuft.
Migration: der am häufigsten unterschätzte Posten
Die Migration vom Fileserver, aus Dropbox oder von einem alten SharePoint Server ist technisch oft einfacher, als viele denken. Microsoft stellt mit dem SharePoint-Migrationstool (SPMT) sogar ein kostenloses Werkzeug bereit. Die Kosten entstehen woanders: bei der Vorbereitung.
Was die Migration aufwendig macht
- Unklare Ordnerstrukturen: Tief verschachtelte Ordner lassen sich nicht 1:1 sinnvoll übertragen. SharePoint begrenzt außerdem die Pfadlänge.
- Dubletten und Altlasten: Dateien aus längst vergangenen Jahren, die niemand mehr öffnet, belegen Speicher und Migrationszeit.
- Berechtigungen: Auf Fileservern sind Rechte oft über Jahre gewachsen. Sie müssen neu gedacht werden, nicht kopiert.
- Abstimmung mit den Fachabteilungen: Wer entscheidet, was weg kann? Diese Gespräche kosten Zeit, sparen aber später viel Ärger.
Kostentreiber bei der Migration
Ob eine Migration in wenigen Schritten erledigt ist oder ein eigenes Teilprojekt wird, hängt von diesen Einflussfaktoren ab:
- Datenmenge: Mehr Daten heißt mehr Analyse, längere Übertragung und mehr Prüfaufwand.
- Datenqualität: Saubere, gut benannte Ordner wandern fast von allein. Chaos mit Dubletten und kryptischen Dateinamen kostet Zeit.
- Anzahl der Quellsysteme: Ein einzelner Fileserver ist überschaubar. Fileserver plus Dropbox plus E-Mail-Anhänge plus alter SharePoint Server sind es nicht.
- Migration im laufenden Betrieb: Wenn niemand die Arbeit unterbrechen darf, brauchst Du Deltaläufe, Stichtage und klare Kommunikation.
- Eigenleistung: Wenn Fachabteilungen selbst entscheiden und aufräumen, sinkt der externe Aufwand spürbar.
Plane in jedem Fall einen Puffer ein. Fast jede Migration fördert Überraschungen zutage, etwa vergessene Freigaben oder Ordner, die doch noch jemand braucht.
Entwicklung und Webparts: wenn Standard nicht reicht
SharePoint kann im Standard schon viel. Trotzdem stoßen viele Unternehmen irgendwann an Grenzen: Ein Raumbuchungssystem fehlt, die Fuhrparkverwaltung läuft noch über Excel, oder ein Freigabeprozess soll direkt im Intranet abgebildet werden. Dann hast Du drei Optionen.
Option 1: Standardfunktionen und Power Automate
Viele Anforderungen lassen sich mit Listen, Formularen und Power-Automate-Flows abbilden. Der Aufwand bleibt meist überschaubar. Grenzen gibt es bei der Bedienbarkeit und bei komplexer Logik.
Option 2: Fertige SharePoint-Webparts
Webparts sind Bausteine, die Du auf SharePoint-Seiten einfügst, ähnlich wie Widgets. Fertige Webparts für typische Anwendungsfälle sind deutlich wirtschaftlicher als eine Neuentwicklung, weil die Entwicklung auf viele Unternehmen verteilt ist. Beispiele sind Raum- und Ressourcenbuchung oder Fuhrparkverwaltung, wie wir sie in unserem Beitrag zu SharePoint-Tools für mehr Effizienz vorstellen.
Wenn Deine Anforderung zu einem Standardfall passt, sind fertige SharePoint-Webparts fast immer die wirtschaftlichere Wahl: planbarer Aufwand, kurze Einführung, erprobte Technik.
Option 3: Individuelle Entwicklung
Individuelle Webparts und Anwendungen entstehen mit dem SharePoint Framework (SPFx), dem offiziellen Entwicklungsmodell von Microsoft. Sinnvoll ist das, wenn Du einen Prozess abbilden willst, der Dein Unternehmen von anderen unterscheidet, oder wenn SharePoint mit externen Systemen wie ERP oder Warenwirtschaft sprechen soll.
Kostentreiber bei der Entwicklung
| Einflussfaktor | Wirkung auf die Kosten |
|---|---|
| Komplexität der Logik | Eine reine Anzeige aus einer Liste ist schnell gebaut, Workflows mit Rollen und Ausnahmen nicht. |
| Anzahl der Nutzergruppen und Rollen | Jede Rolle mit eigenen Rechten und Ansichten erhöht Konzeption und Tests. |
| Schnittstellen | Anbindungen an ERP, Warenwirtschaft oder Zeiterfassung sind meist der größte Einzeltreiber. |
| Mobile Nutzung | Wenn Mitarbeitende unterwegs per Smartphone arbeiten, braucht es eine durchdachte Oberfläche. |
| Design-Anforderungen | Corporate Design und eigene Layouts kosten mehr als Standardoptik. |
| Klarheit der Anforderungen | Eine saubere Anforderungsanalyse vorab ist der größte Hebel, um Nacharbeit zu vermeiden. |
Beispiel aus der Praxis: Logistikunternehmen
Ein mittelständisches Logistikunternehmen verwaltete Schadensmeldungen an Fahrzeugen und Wechselbrücken per E-Mail mit Fotos im Anhang. Die Disposition suchte regelmäßig lange nach dem Stand einzelner Fälle. Die erste Idee war eine eigene Software. Nach der Anforderungsanalyse war klar: Eine SharePoint-Liste mit Formular, Fotoupload per Smartphone und einem kleinen individuellen Webpart für die Statusübersicht reicht aus. Der Aufwand lag damit deutlich unter dem eines eigenen Softwareprojekts. Heute sieht die Disposition jeden offenen Schaden auf einen Blick.
Du willst wissen, ob Deine Anforderung mit Webparts oder nur mit individueller Entwicklung lösbar ist? Schau Dir unsere SharePoint-Entwicklung an oder schick uns Deine Idee. Wir sagen Dir ehrlich, welcher Weg für Dich wirtschaftlicher ist.
Laufende Kosten: Betreuung und Weiterentwicklung
Nach dem Go-live ist SharePoint nicht „fertig“. Es kommen neue Mitarbeitende, Abteilungen ändern sich, Microsoft stellt Funktionen um. Zuletzt hat Microsoft zum Beispiel die klassischen SharePoint-Benachrichtigungen abgeschaltet und auf Power Automate verwiesen. Solche Änderungen erfordern Anpassungen.
Typische laufende Aufgaben sind:
- Benutzer und Berechtigungen pflegen
- neue Bereiche und Seiten anlegen
- Webparts und Flows aktualisieren
- Speicher und Freigaben überwachen
- Anwenderfragen beantworten
Wie hoch der externe Betreuungsbedarf ausfällt, hängt vor allem von drei Faktoren ab: wie viel Dein Team selbst übernimmt, wie oft sich Strukturen und Prozesse ändern und wie viele individuelle Erweiterungen gepflegt werden müssen. Viele Unternehmen bündeln die SharePoint-Betreuung mit dem allgemeinen IT-Support. Wie das aussehen kann, beschreiben wir im Artikel zum Auslagern des First-Level-Supports.
Versteckte Kosten: Schulung, Governance und Akzeptanz
Diese Posten tauchen in kaum einem Angebot auf. Sie entscheiden aber darüber, ob sich Deine Investition rechnet.
Schulung
Ein SharePoint, den niemand bedienen kann, kostet nur Geld. Plane mindestens eine kurze Einführung für alle und eine vertiefte Schulung für die Personen, die Inhalte pflegen. Vergiss dabei die interne Arbeitszeit Deiner Mitarbeitenden nicht. Sie ist der Posten, den fast alle übersehen.
Governance
Governance bedeutet: Regeln, wer Websites anlegen darf, wie Dateien benannt werden, wann Inhalte archiviert werden und wer für welchen Bereich verantwortlich ist. Ohne diese Regeln wuchert SharePoint innerhalb kurzer Zeit zu. Das Aufräumen kostet dann mehr als die ursprüngliche Einrichtung.
Akzeptanz
Das teuerste Szenario ist ein SharePoint, das parallel zum alten Fileserver läuft. Du bezahlst doppelt, und niemand weiß, wo die aktuelle Version liegt. Hilfreich sind ein klarer Stichtag für die Umstellung, Ansprechpersonen in jeder Abteilung und eine Startseite, die im Alltag wirklich Nutzen bringt. Warum sich das lohnt, zeigen wir in unserem Grundlagenartikel zu SharePoint im Unternehmen.
Copilot und KI als neuer Kostenfaktor
Ein Punkt, der 2026 dazukommt: Wer Microsoft 365 Copilot einführen will, braucht eine saubere SharePoint-Struktur. Copilot findet alles, worauf ein Nutzer Zugriff hat, auch Dokumente, die versehentlich zu breit freigegeben sind. Ein ungeordnetes Berechtigungskonzept wird damit zum Datenschutzrisiko. Das Aufräumen vor der KI-Einführung solltest Du einplanen.
So schätzt Du Deine SharePoint Kosten selbst ein
Statt mit einem Pauschalbetrag zu planen, hilft eine ehrliche Bestandsaufnahme. Mit diesen Fragen bekommst Du schnell ein Gefühl dafür, ob Dein Projekt eher schlank oder eher umfangreich wird:
- Hast Du bereits Microsoft 365 Business? Wenn ja, fällt der Lizenzblock für SharePoint weitgehend weg.
- Wie viele Nutzer und Abteilungen sollen mit SharePoint arbeiten? Mehr Bereiche bedeuten mehr Konzeption und mehr Berechtigungen.
- Wie sieht Dein Ist-Zustand aus? Ein aufgeräumter Fileserver ist schnell umgezogen, verteilte Daten in vielen Systemen nicht.
- Brauchst Du nur eine Ablage oder ein Intranet? Ein Intranet mit News, Hubs und Prozessen ist ein größeres Vorhaben.
- Gibt es Sonderprozesse? Raumbuchung, Fuhrpark oder Freigaben lassen sich oft mit fertigen Bausteinen lösen. Echte Individualentwicklung oder Schnittstellen erhöhen den Aufwand.
- Wie viel kann Dein Team selbst übernehmen? Interne Verantwortliche, die aufräumen, entscheiden und später pflegen, senken den externen Anteil deutlich.
- Wie umfangreich soll die Betreuung nach dem Go-live sein? Gelegentliche Anpassungen sind etwas anderes als laufende Weiterentwicklung.
Je mehr Fragen Du mit „einfach“ oder „schon vorhanden“ beantwortest, desto schlanker wird Dein Projekt. Wenn Du bei mehreren Punkten unsicher bist, ist genau das der richtige Moment für ein kurzes Gespräch mit jemandem, der solche Projekte regelmäßig umsetzt.
Das zeigt vor allem eins: Die Kosten für SharePoint hängen weniger von Microsoft ab als von der Frage, wie gut Dein Projekt geplant ist.
So senkst Du die SharePoint Kosten
- Vorhandene Lizenzen prüfen: Viele KMU zahlen SharePoint seit Jahren mit, ohne es zu nutzen.
- Vor der Migration aufräumen: Weniger Daten heißt weniger Aufwand und weniger Speicherbedarf.
- Standard vor individueller Lösung: Erst prüfen, ob Listen, Power Automate oder fertige Webparts reichen.
- Berechtigungen von Anfang an sauber planen: Nachträgliches Korrigieren ist aufwendiger.
- Interne Verantwortliche benennen: Eine Person, die SharePoint im Alltag betreut, spart externe Unterstützung.
- In Etappen starten: Lieber mit einem Bereich live gehen und lernen, als alles auf einmal umzustellen.
Häufige Fragen zu SharePoint Kosten
Ist SharePoint in Microsoft 365 enthalten?
Ja. In Microsoft 365 Business Basic, Business Standard und Business Premium sowie in den Enterprise-Plänen ist SharePoint Online enthalten. Du brauchst dann keine separate SharePoint-Lizenz.
Wovon hängen die Kosten für SharePoint ab?
Die wichtigsten Kostentreiber sind die Anzahl der Nutzer, das gewählte Lizenzmodell, der Umfang (Ablage oder Intranet), der Zustand Deiner bestehenden Daten, der Grad an Individualisierung und der gewünschte Betreuungsumfang. Eine verlässliche Einschätzung bekommst Du nur mit Blick auf Deine konkrete Ausgangslage, zum Beispiel in einem unverbindlichen Erstgespräch.
Was ist der Unterschied zwischen OneDrive und SharePoint bei den Kosten?
Beide sind in denselben Microsoft-365-Plänen enthalten. OneDrive ist der persönliche Speicher jedes Nutzers, SharePoint der gemeinsame Speicher für Teams und das Unternehmen. Der SharePoint-Speicher berechnet sich pro Organisation (1 TB plus 10 GB pro Lizenz), OneDrive pro Nutzer. Wofür Du welches Werkzeug im Alltag nutzt, zeigt unser Vergleich SharePoint vs. OneDrive vs. Teams.
Kann ich SharePoint ohne Microsoft 365 nutzen?
Ja, mit der eigenständigen Lizenz SharePoint Online Plan 1. Sie enthält aber keine Office-Desktop-Apps, kein E-Mail-Postfach und kein Teams. Für einzelne Nutzergruppen kann das sinnvoll sein, für das ganze Unternehmen meist nicht.
Wie unterscheiden sich SharePoint Online und On-Premises bei den Kosten?
Ein eigener SharePoint Server erfordert Server-Lizenzen, Zugriffslizenzen (CALs), Hardware oder Rechenzentrumskapazität und deutlich mehr Wartung. Für die meisten KMU ist SharePoint Online heute die wirtschaftlichere Variante. On-Premises lohnt sich nur bei besonderen Anforderungen an Datenhaltung oder bestehenden Großinstallationen.
Wie lange dauert eine SharePoint-Einführung?
Eine einfache Dokumentenablage ist in wenigen Wochen produktiv. Ein Intranet mit Migration und Fachanwendungen dauert in KMU typischerweise einige Monate, abhängig davon, wie schnell Entscheidungen intern fallen.
Lohnen sich fertige Webparts gegenüber Eigenentwicklung?
Wenn Deine Anforderung ein Standardfall ist, etwa Raumbuchung oder Fuhrpark, fast immer. Fertige Webparts sind schneller eingeführt und wirtschaftlicher. Individuelle Entwicklung lohnt sich bei Prozessen, die spezifisch für Dein Unternehmen sind.
Fazit: SharePoint Kosten hängen vor allem von Deiner Planung ab
Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:
- Lizenzen sind oft schon bezahlt: Mit Microsoft 365 Business ist SharePoint enthalten.
- Speicher reicht meist: 1 TB plus 10 GB pro Lizenz deckt viele KMU ab, wenn Du vor der Migration aufräumst.
- Das Budget steckt in Einrichtung und Migration: Nutzerzahl, Umfang, Ist-Zustand und Individualisierung bestimmen den Aufwand.
- Webparts vor Eigenentwicklung prüfen: Fertige Bausteine sparen Zeit und Geld.
- Versteckte Kosten einplanen: Schulung, Governance und Akzeptanz gehören ins Budget.
Wenn Du jetzt wissen willst, womit Du in Deinem Unternehmen realistisch rechnen solltest, sprich mit uns. Wir schauen uns Deine Ausgangslage an, prüfen, welche Lizenzen Du schon hast, und geben Dir eine ehrliche Einschätzung, ohne Verkaufsdruck.
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